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Work and Fun «Dichtung ist dasselbe wie Radium gewinnen. Arbeit: ein Jahr. Ausbeute: ein Gramm. Man verbraucht, um ein einziges Wort zu ersinnen, Tausend Tonnen Schutt und Schlamm.»
Was fürs Dichten gilt, trifft auch auf uns Programierer und Screendesigner zu: viele viele Zeilen Code sind zu schreiben, unzählige Pixel zu verschieben: «Tausend Tonnen Schutt und Schlamm.» Eine seltsame Art, Arbeit und Freizeit zu verbinden. Zuzeit ernährt es noch seinen Mann. Wladimir Majakowski ?¿ english ¿?¿ about_de.html) Von Freunden und Megabytes Durch den Computer habe ich Freunde gewonnen, keine verloren. Man sitzt häufig allein vor dem Schirm. Doch hat dann was zu reden. Viel technisches zwar, wir sind Männer mit schnellen Maschinen, mit Rams und Megabytes, die Programme austauschen, analysieren, kritisieren. Es ist beinahe wie früher, als wir noch jung uns links bewegten. Bloss virtueller. Bilder finden... Die Computerfreunde sind Graphiker und Webdesigner. Man sucht sich seinen Weg, vorbei damit, dass ich in einem Restaurant als Koch arbeitet, noch ferner die Zeit, als ich als Liedermacher auftrat. Zu einem Macintosh kam ich, weil ich einen längeren Text schreiben wollte. Der Text wurde geschrieben. Derweilen entdeckte ich, dass mich Bilder zunehmend faszinierten. Ich begann mit Bilder zu experimentieren, mit dem gleichen Material, von dem mein Text handelt; ich finde seit fünf Jahren Freunde in Thailand. Insbesonders bewegt mich einer, ein junger Mann in Bangkok. Mit den Fotos aus Thailand erfand ich Bilder, in 2D, in 3D. ...erfinden So zauberte ich mir eine Welt auf den Schirm, suchte die Bilder zum Laufen zu bringen mit Quicktimemovies und Animationen. Ich schrieb ein kleines Programm mit Hypercard um Thai zu lernen und "Worte Worte", ein Programm mit Bildern und Zitaten. ../
../ Von Freunden und Megabytes In Thailand entstand ein digitales Tagebuch auf dem Powerbook, dazu benutzte ich wiederum Hypercard und eine Connectix Quickcamera. Andere Projekte entstanden in der Schweiz auf dem Powermac, so eine grössere Computeranimation über Tim und Tschang. Lernen Diese Aktivitäten brachen mich dazu, mich mit diversen Programmen auseinanderzusetzen. Ich lernte Bilder zu bearbeiten, Skripting, Moviebearbeitung, 3D. Spielerisch versuchte ich aus dieser Computermaschine fragmentarisch etwas von dem zu finden, was mich bewegt, selber bewegen könnte. Einiges davon findet sich auf diesen Pages. Ab ins Netz Die Bilder blieben bisher auf dem eigenen Bildschirm und auf Tintenstrahlausdrucken. Dies ist mein erstes Webprojekt. Ich habe viel Zeit damit verbracht, alles kleiner und schneller zu machen, die Bilder zu komprimieren, aus Quicktimemovies Gifaninmationen zu machen. Ich wollte Pages, die schnell laden. Eine Beschränkung auf die kleine Form. Nicht im Vielem Kein Output ist besser als der Input, aus Nichts wird Nichts, getretener Quark wird breit, nicht stark. Schaue ich mich in den Weiten des Netzes um, von Link zu Link, beschleicht mich zuweilen der Verdacht, dass viele verzweifelt etwas zu sagen suchen, einige es ausgezeichnet sagen, wenige etwas zu sagen haben. Unaufhaltsam dabei die Entwicklung des Internets zum weltweiten Warenhaus. So mag verkaufen, wer zu verkaufen hat, kaufen, wer kaufen will. Man wird auf seine Rechnung kommen. Information ist in Überfülle da, von Link zu Link: «Es gibt heute keine westliche und östliche Kultur mehr...die Grenzen sind seit geraumer Zeit verwischt. Es gibt nur noch die moderne, alles umfassende Kultur, die uns allen gehört.» (Pier Paolo Pasolini) ../ ../ Von Freunden und Megabytes Un(ver)mittelbarkeit Während Flugverbindungen, Fernsehen und vernetzte neue Schreibgeräte Distanzen überwinden, immer schneller Bilder, Werte und Waren verschieben, driften Erdteile auseinander, steuern der afrikanische und der südameri- kanische Kontinent ins Abseits, entfremden sich, Nationalitäten, Glaubensrichtungen und Klassen- fragmente. Von Leid und Unglück anderer Menschen wird unmittelbar berichtet. Es verschwindet, was ausgeblendet und unvermittelbar bleiben muss. Rimbaud im Computer Mit achtunddreissig klebt man am Computer fest während draussen die Sonne grinst. Die Disketten dampfen, der Drucker glüht. Die Gedanken gehen spazieren. Wie duften die Bäume im Sommer. Sie sterben ab und ich bin noch da. Die Geräusche der Stadt, es bringt sie der Wind, es duftet nach Autos und Bier. Sieh an, ein Cursor auf dem Schirm kurvt schwarz auf grauem Grund. Ins Nichts stürzt ab der ganze Text, wenn ich auf «del» bloss click. Die Juninacht! Ich achtunddreissig. Die Technik steigt mir in den Kopf. Man phantasiert und auf dem Schirm hängen Wörter wie Stricher rum. Das volle Herz robinsoniert durch Bilder voll Glanz wie Zuckerbäckerzeugs. Da ein Boy, er flaniert durch die Stadt, gekleidet in Leder mit Walkman. Er hält mich noch für kompatibel und stiefelt und tänzelt an mir vorbei. Und wirbelt herum und keck, macht er Disketten toll. Vergeben ist man diesen Sommer. Verliebt schreibt man Texte in den Computer. Die Freunde verziehen sich, lachen sich tot. Dann eines Abends schickt er ein Mail mir, der Schöne. An dem Abend bleibt der Computer kalt. Die Disketten frieren, der Drucker schweigt still. Man will mit achtunddreissig nicht am Computer kleben, wenn der Frühling den Sommer spazierenführt. Anthony, Text von [1997] Curriculum Vitae Referenzen w
About... this.bar_mc.onRelease = function() { this._parent.stopDrag(); //schatten if (this._parent._x == this._parent.startX) { this._parent.schatten_mc._visible = false; } else { this._parent.schatten_mc._visible = true; } //trace("mein x"+this._parent._x); //minilize if (this.zustand == undefined) { this.zustand = 0; } else { this.zustand = 1; } this.zahler = 0; this.onEnterFrame = function() { this.zahler++; //trace(this.zahler); if (this.zahler>10) { this.zustand = undefined; delete this.onEnterFrame; } if (this.zustand == 1) { //trace(this.zustand ); this._parent.minilize(); this.zustand = undefined; delete this.onEnterFrame; } }; }; About Anthony
l like to travel, I got many friends in Thailand. of course I want peace and happiness.... and money I was born 1957, I use to be a singer and a cook, now I work and teach webdesign I use apple computer since 1995 a powermac G3, a powerbook 1400, a olympus digitalcamera, a scanner, mo, zip, modem.... so much hardware... the software is in my head 3D, 2D... it must come from heart and from the brain I produce kitch and I know thatkitch who knows it is kitch isn't kitch Anthony [1997] |